Statistisch gesehen, so Silvia Eberl-Kadlec, sind Herz-Kreislaufbeschwerden weltweit die häufigste Todesursache und (chronischer) Bluthochdruck ist in den industrialisierten Staaten im fortgeschrittenem Alter eine nahezu übliche Erkrankung. Silvia Eberl-Kadlec hat – in Zusammenarbeit mit Dr. Gruther und unterstützt von Dr. Ploberger – eine (Pilot-)Studie in Form einer gemeinsamen Diplomarbeit von mehreren angehenden Shiatsu-PraktikerInnen betreut und deren Ergebnisse im Shiatsu Journal 86 veröffentlicht.

Behandelt wurden dabei 7 KlientInnen über einen Zeitraum von ca. vier Monaten, wenn möglich wöchentlich (und damit mit jeweils acht bis zehn Behandlungen). Da die westliche Klassifizierung von Bluthochdruck der Chinesischen Medizin fremd ist, wurden individuelle Muster, wie beispielsweise Leber-Feuer, identifiziert und behandelt. Einbezogen wurden in den Behandlungsablauf auch „Hausaufgaben“ und Änderungen des Lebensstils.
Der systolische Blutdruck – er sollte nach Vorgaben der westlichen Medizin unter 140 mmHG liegen – sank im Durchschnitt im Folge der Behandlungen (und Lebensstiländerungen) um 4,69%. Zu Beginn der Studie hatten sechs von sieben KlientInnen einen systolischen Wert über 130, zwei davon über 140. Am Ende der Studie lagen die Werte aller TeilnehmerInnen unter 135, von vier unter 130.

Verbesserungen gab es auch beim diastolischen Wert – er sollte nach westlicher Medizin unter 90 mmHG liegen –, der von 1,47% bis zu 17,36% gesunken ist. Vier der sieben KlientInnen hatten vor Beginn einen Wert über 80, einer über 90. Am Ende der Studie hatten nur noch zwei TeilnehmerInnen Werte über 80.

Sechs der sieben TeilnehmerInnen haben vor Beginn der Studie blutdrucksenkende Medikamente eingenommen. Vier von ihnen konnten die Einnahme reduzieren, drei sogar erheblich – und dennoch senkten sich die Blutdruckwerte bei allen.

Die vollständige Arbeit, in der auch alle Einzelfallbeschreibungen nachgelesen werden können, findet sich als pdf auf http://www.anthroposhiatsu.com.