Schröpfen und Kratzen sind Techniken der östlichen Volksmedizin, die schon von alters her ergänzend zur Akupunktur angewendet wurden und auch heute noch angewendet werden.

 

Zen-Shiatsu

Schröpfen

Schröpfen – auch bei uns im Westen in der Volksmedizin und zur Förderung des Wohlbefindens verbreitet – stellt eine Form der Reiztherapie dar, die auf Unterdruck in sogenannten Schröpfköpfen beruht. Die heute verwendeten Schröpfköpfe sind vor allem aus Glas gefertigt, traditionell durchaus auch aus Bambus und in früherer Zeit aus Rinderhörnern). Der Unterdruck im Schröpfkopf wird vorwiegend durch eine Pumpe erzeugt oder durch Erhitzung (Feuer).

Schröpfen regt das Immunsystem, den Stoffwechsel und den Lymphfluss an. Als grundsätzlich wirksam gilt diese Behandlungsmethode insbesondere bei Blut- und Qi-Stagnation. Zu beachten sind jedoch Kontraindikationen, wie beispielsweise generalisierte Ödeme, Hautrisse, hohes Fieber mit Krämpfen oder Schwangerschaft.

Beim blutigen Schröpfen, einer Kombination aus Schröpfen und einer künstlich herbeigeführten Blutung, wird ein Hautareal in der Größe des dann verwendeten Schröpfkopfes mit dem Pflaumenblütenhämmerchen perforiert und anschließend der Schröpfkopf aufgesetzt.

Das ziehende Schröpfen wird vor allem am Rücken angewendet. Dazu wird der zu Behandelnde zuerst mit Öl eingerieben, danach wird der Schröpfkopf so lange über die Haut gezogen, bis eine gleichmäßige Rötung derselben erfolgt ist.

 

Kratzen

Kratzen (oder Schaben, Gua Sha) bezeichnet eine lokale Hautreizung mit einem flachen, breiten Gegenstand (z.B. mit einer Münze, einem Löffel oder einer chinesischen Suppenschale), wobei die Anwendung von einer leichten Hautreizung bis zu einer leichten Blutung fortgesetzt werden kann.

Kratzen ist auch für kleinere und unebene Hautpartien geeignet, dann wenn man ziehendes Schröpfen nicht anwenden kann.