Im Shiatsu Journal 5 (Winter 94/95) berichtete Clifford Andrews über eine der seltenen Forschungsstudien zu Shiatsu. Inhalt der Befragung ist die wahrgenommene Wirksamkeit von Shiatsu-Behandlungen. Insgesamt 196 Shiatsu-KlientInnen, die zwischen dem 1. Jänner 1992 und dem 14. April 1994 Behandlungen erhielten, wurden Fragebögen zugeschickt. Die Ergebnisse der Studie beruhen auf den Rückantworten von 44 Shiatsu-KlientInnen (22 Prozent der ausgesandten Fragebögen).

Die Ziele der Studie waren folgende Fragestellungen:

  • Welche Gesundheitsprobleme werden im allgemeinen mit Shiatsu behandelt?
  • Welche Probleme werden am wirkungsvollsten mit Shiatsu behandelt?
  • Wie wird die Wirksamkeit von Shiatsu eingeschätzt? Wie schätzen KlientInnen Shiatsu und andere ergänzende Therapien als primäre Gesundheitsvorsorge ein?

Generell wurde Shiatsu von der Mehrzahl der Befragten als eine wirksame Therapie für eine große Bandbreite von Gesundheitsproblemen angesehen. Shiatsu trägt diesen Ergebnissen zufolge zu einer Verbesserung der allgemeinen Gesundheit und dem Gefühl des Wohlergehens bei. Dabei wurde Shiatsu als Ergänzung, nicht aber als Ersatz für die Gesundheitsvorsorge durch praktische Ärzte bewertet.

Als die am häufigsten behandelten gesundheitlichen Probleme wurden Stress (52%), Rückenprobleme (50%), Nackenprobleme (41%), geringe Energie (39%), Schulterprobleme (36%), emotionale Probleme (32%) und Verdauungsprobleme (25%) genannt.

Diejenigen gesundheitlichen Probleme, die am wirkungsvollsten behandelt wurden, waren allgemeine Gesundheit / Wohlbefinden, Knöchelprobleme, Kopfschmerzen, Gelenksprobleme, Ischias, Rückenprobleme, emotionale Probleme, Schulterprobleme und Stress.

In der Einschätzung der Wirksamkeit wurde Shiatsu als sehr wirksam von 54%, als wirksam von 38%, als neutral von 3%, als nicht wirksam von 3% und als gar nicht wirksam von ebenfalls 3% der Befragten angesehen.

In der Frage, ob Shiatsu (und andere ergänzende Therapien) als Hauptgesundheitsvorsorge angesehen werden, antworteten 87,5%, dass sie selbst - abhängig von der Art des Problems - entscheiden, ob sie zum Arzt oder zur Shiatsu-PraktikerIn bzw. zu einer anderen TherapeutIn gehen. 10% der Befragten würden bei jedem Gesundheitsproblem zuerst zum Arzt gehen und Shiatsu erst an zweiter Stelle wählen. 2,5% der Befragten hingegen würden zuerst die Shiatsu-PraktikerIn (oder andere Therapeutin) aufsuchen und erst an zweiter Stelle einen Arzt.