Gerhard Litscher, Lu Wang, Nai-Hua Yang und Gerhard Schwarz haben 1999 in „Neurological Research (1999, Vol. 21, June) einen Bericht über „Ultrasound-monitored effects of acupuncture on brain and eye“ veröffentlicht, der belegt, dass Akupunktur zu einer erhöhten Durchblutung (Sauerstoffzufuhr) in bestimmten Bereichen des Gehirns führt.

Behandelt wurde eine 25jährige Frau, die an einer Augenerkrankung litt, mit den Akupunkturpunkten Bl 2 (Zanzhu), Ex 3 (Yuyao), Ma 6 (Yanglao) und Gb 37 , (Guangming), um die Sehfunktion zu stimulieren. Genadelt wurde schmerzfrei und tonisierend über einen Zeitraum von 20 Minuten mit einer anschließenden, 10minütigen Ruhepause.

Die Ultraschall-Kontrolle der Behandlung zeigte insbesondere bei der Nadelung der Punkte Bl 2 und Ex 3 eine Durchblutungsförderung in der A. supratrochlearis und eine Reduzierung der Durchblutung in der A. cerebri media. Dieses Ergebnis ist bemerkenswert, denn sowohl die A. supratrochlearis als auch die A. cerebri media entspringen derselben Arterie, der A. carotis interna.

Obgleich die Versuchsanordnung keine Erklärung dafür liefern kann, warum die Akupunktur einen Effekt auf das Gehirn und das Auge hat, konnte sie doch nachweisen, dass sie wissenschaftlich messbare Wirkungen hat (die von der westlichen Medizin mit dem heutigen Wissenstand nicht erklärt werden können).