Feuchtigkeit

So wie ein Mangel an Säften im Organismus eine Disharmonie (Trockenheitssymptomatik) darstellt, so ist ein Übermaß derselben ebenfalls problematisch. Spricht man in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) deshalb von Feuchtigkeit, so meint man ein Disharmoniemuster, das durch ein unphysiologisches Übermaß an Feuchtigkeit im Organismus charakterisiert ist.

Wesentliche Ursachen von (zu viel) Feuchtigkeit im Organismus sind - weitverbreitet in unserer Gesellschaft - eine Fehlfunktion des Verdauungstraktes und problematische Ernährungsgewohnheiten wie z.B. große Mengen an stark befeuchtenden und schwer verdaulichen Nahrungsmitteln, Essen spätabends, energetisch zu kühle und kalte Speisen u.ä.m.

Eine Schwäche des Verdauungstraktes (die TCM spricht hier vor allem von einer Schwäche der Milz) führt zu einer Fehlfunktion und damit zu Feuchtigkeit im Organismus. Sekundär schwächt die Feuchtigkeit zusätzlich die Milz und den gesamten Verdauungsapparat, so dass die Folgen noch mehr Fehlfunktion und noch mehr Feuchtigkeit sind.

Symptome der Feuchtigkeit sind Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Schweregefühl, breiiger und klebriger Stuhl, trübe Körperabsonderungen, nässende Hautausschläge, Übergewicht, geschwollene Zunge, meist dicker Zungenbelag u.ä.m.

 

Schleim

Schleim ist die Folge der Verdickung von Feuchtigkeit. Schleim verlegt die Gefäße und Meridiane und blockiert den Fluss von Qi und Blut. Symptome für eine Schleimproblematik sind Schwere- und Taubheitsgefühl, Völlegefühl mit Appetitlosigkeit und Übelkeit, zähflüssiger Auswurf, weiche Schwellungen u.ä.m.

Wenn sich der Schleim noch weiter verhärtet, kommt es zu noch massiveren Beeinträchtigungen des Organismus, die von Arteriosklerose bis hin zu Bewusstseinstrübung und Schlaganfall reichen.